Herzeleid
C. Goldmark
Ach, wie thut mein Herze weh,
seit ich ihn nicht sah.
O steh' mir bei in meiner Noth,
lieber Herre Gott!
Wo ich bin und was ich thu',
finde keine Ruh';
in der Kirche, welche Pein!
Denk' an ihn allein.
Nächtensträume allerlei,
Ritterspiel, Turnei,
und ich kränz' sein gülden Haar,
wie es einstens war.
Ach! Und er schaut mich minnig an,
wie er damals than.
Ach in dieser grossen Noth
Hilf mir, Herre Gott.