Abschied

C. Hirsch

Und wenn es Gott nicht anders will

Und muß es den geschehen,

Wohlan, so laß mich stumm und still

Aus deinen Armen gehen.

Und sage mir kein Abschiedswort

Und wein' auf keine Zähre;

O denke, wenn ich von dir fort,

Daß ich gestorben wäre!

Schwebt dann mein Geist in nächt'ger Zeit

Durch deines Herzens Gründe,

Um einen Toten trägst du Leid

Und das ist keine Sünde.

Ich aber will nun wiederum

Unstät die Welt durchschweifen

Und suchen, das Mysterium

Des Daseins zu ergreifen.

Ist mir dereinst das Räthsel klar,

Wird mir's ja auch wohl kommen,

Warum, was mir das Liebste war,

Zuerst mir ward genommen.