Auf Wiedersehn

C. Isenmann

Muß dich verlassen, liebes Kind,

Muß scheiden und muß leiden,

Das Rothlaub wirbelt hier im Wind

Und fliegt nach allen Seiten.

Wie's traurig hin im Walde weht!

Mein Fuß auf fremden Straßen geht.

Dort drüben ruht noch letzter Glanz

Und hüllt in Gold die Wipfel,

Ja, letzter Glanz, dann dunkelt's ganz

Im Thal und um die Gipfel.

Noch einmal gib mir heiß die Hand,

Eh' ich in Thränen mich gewandt.

Die Thräne, ja, die bleibt mir noch,

Wenn ich in aller Weite;

Du liebes Kind, dein denk' ich doch,

Und ist es auch im Leide.

Das Rothlaub mag im Wind verweh'n:

Auf Wiederseh'n auf Wiederseh'n!