Sängers Reichtum

C. Kammerlander

Du glaubst es nicht, wie reich ich bin,

wenn mir die Sonne lacht,

wenn Freiheit meinen leichten Sinn

zum Überfrohen macht;

der Tannenwipfel ewig Grün, der Sang der Vögelein,

der Morgensonne golden Glüh'n

ist alles, alles mein!

Die ungezählten Blumen sind

zu meiner Lust erblüht,

ich liebe sie als wie ein Kind

mit seligem Gemüt.

Die Perlen auf der Flur Gewand

mit Farbenblitz und Schein,

der Purpur an des Himmels Rand

ist alles, alles mein!

Der Silberton vom Lerchenschlag,

das Silberband vom Bach,

so weit ich immer schreiten mag,

sie folgen treu mir nach.

Zum klaren Spiegel in den See

schaut all mein Glück hinein,

und was da grünt so weit ich seh',

ist alles, alles mein!