Die Einsamkeit
C. Kreutzer
Um mich her ist alles
So friedsam, so still,
Mein Herz es so wünschet,
Mein Geist es so will;
Nicht sehn will ich Menschen,
Nicht sehn will ich Welt,
Allein seyn und denken,
Ist was mir gefällt.
Wenn Unmuth mich quälet,
Wenn Freude mich täuscht,
Und oft bittre Thränen
Mein Gram von mir heischt;
So trag' ich mein Leiden
Geduldig allein,
Allein weiß ich ruhig
Und standhaft zu seyn.
Wie leicht sich die Seele
Im Stillen erholt,
Wie sanft jede Stunde
Zur Ewigkeit rollt;
Mein Wunsch, meine Wonne
Bist, Einsamkeit, du,
Und häuslicher Frieden,
Und ländliche Ruh.