Ich glaubt' in stürmender Windeseil'
C. Mahlberg
Ich glaubt', in stürmender Windeseil'
So käme die Liebe gefahren,
Sie trät' aus der Wolke mit klingendem Pfeil,
Eine Göttin mit wallenden Haaren!
Sie winkt und bräche im Morgenschein
Die alten Tempel zusammen,
Schmetternd und wetternd in's Herz hinein
Glühende, sprühende Flammen.
Ich glaubt' und glaubte... Du thöricht Herz,
Nun ist die Liebe gekommen;
Wie ein tönendes Lied voll Lust und Schmerz
Ist sie über die Wasser geschwommen.
Sie kam, sie weckte, sie küßte mich --
Nun sing' ich und lache und weine;
Mit klingenden Liedern begrüß' ich dich,
Du Eine, du Reine, du Meine!