Der ertrunkene Fischer
C. Partzsch
Der Fischer liegt, der alte,
Ertrunken tief im Meer,
Und droben wanket und schwanket
Sein leeres Boot umher.
Der Sturmwind und die Bogen
Singen den Grabgesang,
Die Wolken weinen, die Möwen
Flattern und kreischen so bang.
Sonst hat der Alte keinen,
Der um ihn klagt und weint;
Er war nicht eine Seele
Auf Erden treu vereint.
Sein Vater liegt im Grabe,
Seine Mutter liegt dabei,
Er hat nicht Weib, nicht Kinder,
War einsam stets und frei.
Das Meer hat ihn gezogen,
Das Meer hat ihn genährt;
Dem Meere war er eigen,
Drum hat's ihn jetzt begehrt.
Der Fischer liegt, der alte,
Nun todt in seinem Meer,
Und droben wanket und schwanket
Sein leeres Boot umher.
Nun hat der Alte keinen,
Der jammernd nach ihm fragt,
Doch die Wolken haben geweinet,
Und die Sturmwind hat geklagt.