Dir liegt auf Stirne, Mund und Hand

C. Schneider

Dir liegt auf Stirne, Mund und Hand

Der feine, zärtlich helle Lenz,

Der holde Zauber, den ich fand

Auf alten Bildern zu Florenz.

Du lebtest schon einmal vorzeit,

Du wunderschöne Maigestalt,

Als Flora im beblümten Kleid

Hat Botticelli dich gemalt.

Auch bist du jene, deren Gruß

Den jungen Dante übermannt,

Und unbewußt ist deinem Fuß

Der Weg durchs Paradies bekannt.