Meinlingchen

C. Schneider

Meinlingchen, sieh mich an –

Dann schmeicheln tausend Lächeln mein Gesicht,

Und tausend Sonnenwinde streicheln meine Seele,

Hast wie ein Wirbelträumlein

Unter ihren Fittichen gelegen.

Nie war so lenzensüß mein Blut,

Als dich mein Odem tränkte,

Die Quellen Edens müssen so geduftet haben;

Bis dich der rote Sturm

Aus süßem Dunkel

Von meinen Herzwegen pflückte

Und dich in meine Arme legte,

In ein Bad von Küssen.