Die wildesten Wogen, die ich geseh'n
C. Sinding
Die wildesten Wogen, die ich gesehn,
Mein Leid lass Gott mich ertragen
Sie wallen tief unter Klippenhöhn,
Woher sie kommen, wohin sie gehn,
Nur der, so schuf sie, kann sagen!
Noch niemals trug eine Blüth ihr Rand,
Nie furcht' ein Schiff diese Wogen.
Und nie ein Vogel sich zeigt am Strand,
Und nie den Spiegel mit Silberband
Des Himmels Sterne umzogen.
Die Wogen stürzen aus Auges Bug
Mag gnädig Gott mir nun walten
Bei dem, der Alles in Scherben schlug,
Bei dem, der's Glück aus den Höfen trug,
Und konnte es nie behalten!