Gute Nacht

C. von Franckenstein

Das war der Junker Übermut,

Die Stirne frei, den schlappen Hut

Verwegen nur im Nacken;

Laut klirrten ihm die Hacken.

Das war die Jungfer züchtiglich,

Ging stets einher, als schämt' sie sich,

Als könnt' sie beim Spazieren

Ihr Seelenheil verlieren.

Das war, das war, das ist, das ist.

Sein Rößlein ihren Hafer frißt,

Er sitzt zu ihren Füßen

Und muß im Garne büßen.

Draus wirkt sie ihm ein weiches Hemd,

Das macht ihn welt- und menschenfremd;

Der Rest, daß sie ihn nütze,

Der Rest giebt eine Mütze.

Was sagt er jetzt, Herr Übermut?

Schön gute Nacht, und schlaf er gut!

Das Spiel hat er verloren,

Sein Weib gewann die Sporen.