Die Meere

Carl Theodor Seiffert

Alle Winde schlafen

Auf dem Spiegel der Flut;

Kühle Schatten des Abends

Decken die Müden zu.

Luna hängt sich Schleier

Über ihr Gesicht,

Schwebt in dämmernden Träumen

Über die Wasser hin.

Alles, Alles stille

Auf dem weiten Meer!

Nur mein Herz will nimmer

Mit zu Ruhe gehn.

In der Liebe Fluten

Treibt es her und hin,

Wo die Stürme nicht ruhen,

Bis der Nachen sinkt.