Das Grab der Nymphen
Claude Achille Debussy
Ich lief den reifbedeckten Wald entlang;
Die Haare vor meinem Mund
ließen auf sich kleine Eiszapfen blühen,
Und meine Sandalen waren schwer
Vom matschigen und zerdrückten Schnee.
Er fragte mich: "was suchst du?"
"Ich folge der Spur des Satyrn.
Seine kleinen Paarhufspuren folgen einander
Wie Löcher in einem weißen Mantel."
Er sagte: "die Satyrn sind tot.
Die Satyrn und die Nymphen auch.
Seit dreißig Jahren gab es keinen so harten Winter.
Die Spur, der du folgst, ist die eines Bocks.
Aber lass uns hier bleiben, wo ihr Grab ist".
Und mit dem Eisen seiner Hacke zerschlug er das Eis
Der Quelle, wo einst die Najaden lachten.
Er nahm große Eisschollen
hob sie gegen den blassen Himmel,
Und schaute hindurch.