Vom Traum
Claude Achille Debussy
Die Nacht hat den Liebreiz der Frau
und die alten Bäume unter dem goldenen Mond
träumen! Von der, die eben vorbeigezogen ist,
mit perlengekröntem Haupt,
von nun an auf ewig betrübt...
Sie haben es nicht vermocht, ihr ein Zeichen zu geben...
Alle! Alle sind vorbeigegangen:
Die Zarten, die Wunderlichen,
sie haben ihr Lachen auf den spärlichen Rasen gestreut
und zaubrische Liebkosungen
blühender Hüften in zärtliche Brisen.
Ach! Von allem nur ein weißes Schauern...
Die alten Bäume unter dem goldenen Mond
weinen ihre schönen goldenen Blätter!
Niemand wird ihnen mehr
die Würde goldener Helme verleihen,
von nun an und auf ewig ohne Glanz:
die Ritter sind tot
auf der Suche nach dem Gral!
Die Nacht hat den Liebreiz der Frau,
Hände scheinen Seelen zu liebkosen,
Hände so wunderlich, so zart,
zu Zeiten in denen ihnen die Schwerter sangen!
Wundersames Seufzen steigt unter den Bäumen auf:
Es kommt aus einem uralten Traum, der dich gefangen hält, meine Seele.