Maria hilf
F. Commer
Geleite durch die Welle
Das Schifflein treu und mild
Zur heiligen Kapelle,
Zu Deinem Gnadenbild,
Und hilf ihm in dem Stürmen,
Wenn sich die Wogen thürmen,
Maria! O Maria hilf!
Du gnadenvolle Taube!
O segne unser Land,
Die Aehre und die Traube,
Den Fleiß und Schweiß der Hand;
Und die voll Hunger darben,
Den Armen ohne Garben,
Maria! O Maria hilf!
Und die verlassen klagen
In Sturm und Frost und Wind,
Die unterdrückt, geschlagen,
Verwaist und hilflos sind,
Wem jeder Trost entschwunden,
Den Kranken, Todeswunden,
Maria! O Maria hilf!
Erbitt von Gott uns Frieden,
Erbitt uns Heiligkeit;
Vereine was geschieden,
Versöhne was im Streit;
Daß wir zu Deinen Füßen
Als Brüder Dich begrüßen,
Maria! O Maria hilf!
Maria! Deiner Milde
Befehlen wir den Rhein,
O wolle ihm zum Schilde,
Zum Schwert und Panzer sein,
Es breche dran in Splitter
Die Lanze fremder Ritter,
Maria! O Maria hilf!
Geleit uns durch die Wellen
Zu Deinem Gnadenort,
Zum ewig sonnenhellen
Geweihten Friedensport:
Daß dort das Schifflein lande
Am lieben Heimathstrande,
Maria! O Maria hilf!
Von heil'gem Licht umgeben,
Wo hochgebenedeit
Die Rebe blüht der Reben
Im Thal der Seligkeit:
Daß dort wir niedersinken,
Vom Himmelsstrome trinken:
Maria! O Maria hilf!