Blaue Augen

Cornelius, Peter

Weh, daß ich mußte schauen

Dein Auge wonnig blau!

Gram fühl' ich nun und Grauen,

Wo ich dein Aug' nicht schau.

Darf ich's nicht ewig sehn,

Macht Leid mein Herz vergehn.

O strahle selig helle,

Du Aug', du Himmel mein,

Da taucht, ein Vöglein, schnelle

Mein Sehnen sich hinein.

Da atmet's Lab' und Licht,

O schließ den Himmel nicht!

Euch trägt, ihr frommen Seelen,

Zum Himmel hoch der Flug,

Euch kann da nichts mehr fehlen,

Doch mir ist's nicht genug.

Ach! daß ich selig sei,

Braucht es der Himmel zwei.