Drei schöne Dinge sind
D. Buxtehude
Drei schöne Dinge sind, die beide Gott
und den Menschen wohlgefallen.
Schönste Geschöpfe, gebäret die Zierden,
füllet und stillet die Augenbegierden,
lasset euch sehen in trefflicher Pracht,
Schönste, was Schönes den Himmel anlacht.
Brüder, verbrüdert mit Herzen und Sinnen,
können des Höhesten Herze gewinnen.
Prahlet ihr Blumen, die Erde bemalet,
wenn uns der Lenze am lieblichsten strahlet,
küsset, umschliesset euch Blätter in Blatt,
dennoch die Erde was Lieblichers hat.
Menschen, die lieblich einander beiwohnen,
die hält der Höchste für blühende Kronen.
Blinket und winket mit flammenden Blicken,
Sterne, von ferne euch selber zu zücken,
füget zusammen die güldene Glut,
einer dem andern im Busen einruht.
Doch was ist Lieblichers, Schöners zu finden,
wenn sich Verliebte in Liebe umwinden.
Himmel und Erde, so werdet ihr lachen,
heute, da Glückliche machen die Sachen,
welche euch beiden gebären die Lust.
Schauet ein Herze in doppelter Brust,
schauet, wie unsre Verliebten sich küssen,
die sich in ehlicher Treue umschliessen.
Schreiet vor Freuden denn, Himmel und Erden,
Freude, viel glückliche Freude muss werden
diesem so glücklich gepaareten Paar,
Lieblichste Musica nicht es erspar,
schalle zusammen mit himmlischem Schallen,
alles Gewünschte muss diesen zufallen.