Schlachtgesang

D. Kuhlau

Auf in das Feld zum Streite!

Des Krieges Donner rollen daher.

Denkt auf verlass'ne Bräute

und Kinder weiche Tränen nicht mehr!

Sieg oder Tod sei die Losung der Krieger!

Ruhm und Unsterblichkeit krönet den Sieger.

Auf! An des Helden Seite

ist weder Siegen noch Sterben zu schwer.

Schon bricht der Dämm'rung Schleier,

schon blitzt der Tag von den Waffen zurück.

Auf! in dem Busen Feuer,

und Sieg oder Tod im männlichen Blick!

Hauet euch Bahn durch die feindlichen Glieder!

Dort an des Sieges Ziel seh'n wir uns wieder.

Fort! Jeder Schritt ist teuer,

er gilt des Vaterlands Freiheit und Glück.

Horch, wie aus eh'rnen Schlünden

des Todes heulend Feldgeschrei schallt!

Horch, wie zerstreut von Winden

der Schlachtsturm vom Gebirg widerhallt!

Noch ist es heiß im gewaltigen Kampfe,

noch steckt der Tag hinterm schweflichten Dampfe;

lass uns die Feinde finden,

o Sonne, bis sie den Frevel bezahlt.

Ha, wie er flieht, der schwache,

in Furcht und Angst verworrene Hauf'!

Heut' ist der Tag der Rache,

verfolgt des Sieges glänzenden Lauf!

Last uns die Ernte der Lorbeer'n erst mähen,

morgen dann zählen wir uns're Trophäen.

Ha, für gerechte Sache

nähm' ich's mit hundert Feinden noch auf!