Aus deinen Augen fließen meine Lieder

F. Delius

Aus deinen Augen strömen meine Lieder,

Aus keiner andern Quelle schöpf' ich mehr.

Ich blick' hinein und wieder, immer wieder,

Strömt jubelnd d'raus ein neues Liederheer.

Ich könnt' mich blind an deinen Augen sehen,

An diesen Sternen, die so hold und traut;

Denn, ach, ich will es dir nur eingestehn:

Ich habe schon zu tief hineingeschaut.

Des Himmels Bläue strahlt dies Auge wider,

Mein Stern, mein Strahl, mein Zauberborn bist du!

Du bist die Wunderquelle meiner Lieder

Und jauchzend fliegt dir meine Seele zu.

Ein einzig Mal nur laß mich dir's bekennen,

Die ein so süß Geheimniß mir vertraut:

Kein Tod soll mich von diesen Augen trennen:

Ich habe viel zu tief hinein geschaut.