Heimat

E. Becker-Ernst

Und ließest du die Heimat auch

weltwärts gewendet das Gesicht,

kannst trennen dich von Baum und Strauch,

von deiner Heimat nicht.

Sie ist von dir so sehr ein Teil

wie Vater, Mutter, Weib und Kind,

die nicht von dir geschieden, weil

sie fortgegangen sind.

Vertriebest du aus deinem Tag

herzlos die Heimat Stück für Stück,

bei Nacht in deines Herzens Schlag,

kehrt sie als Traum zurück.

Sie ist in deinem letzten Hauch,

ist in dem Blick, der dir zerbricht.

Denn ließest du die Heimat auch,

die Heimat läßt dich nicht.