Du Herbsttag wunderklar

E. Beez

Du Herbsttag wunderklar,

Und doch so mild und lau,

Wie ruft zurück dein sonnig Blau

Die Jugendzeit mir wunderbar,

Die schöne Zeit, die schöne Zeit

Mit aller ihrer Seligkeit,

Daß ich wie einst bin glücklich wieder ganz und gar.

O horch, wie traulich schallt

Der Heerdenglocken Klang,

Horch, wie des Hirtenknaben Sang

Am grünen Hügel wiederhallt!

Und sieh des Weidefeuers Rauch

So hold bewegt vom Windeshauch,

Ach, wie vor Wonne da mein Herz mir überwall.

Nur, wie des Duftes Flor

Verschönt der Berge Kranz,

Steigt sacht der Wehmuth sanfter Glanz

Aus tiefstem Herzensgrund empor;

Doch flieht drum nicht mein holdes Glück,

Noch schöner, schöner kehrt zurück,

So zart verklärt, mir Alles nur, was ich verlor.