Da Gott und mein Volk es verhängt

E. Bezecný

Da Gott und mein Volk es verhängt,

O Vater! daß Tod mich umfängt,

Da dich dein Gelübde befreit,

Triff die Brust mir, -- ich bin ja bereit.

Nicht klag' ich, nicht traur' ich ja schwer,

Und die Berge, sie sehn mich nicht mehr: --

Führt die Hand, die geliebte, den Stahl,

So fühl' ich im Tod keine Qual.

Deß Vater, magst sicher du sein --

Daß das Blut deines Kindes so rein,

Wie der Segen, von dir noch erfleht,

Wie der Trost, der mich sterbend umweht.

Nicht erweiche der Jungfrauen Schmerz

Dem Richter, dem Helden das Herz,

Die Schlacht, die für dich ich bestand,

Befreite ja Vater und Land!

Ist dies Blut, das du gabest, verraucht,

Ist der Ton, den du liebtest, verhaucht,

Denk' meiner, die Ruhm dir erwarb,

Und vergiß nicht, daß lächelnd ich starb.