Ich sah die Thräne voll und rein
E. Bezecný
Ich sah die Thräne voll und rein
In deines Auges Blau,
Ein Veilchen schien es mir zu sein,
Benetzt von Perlenthau.
Ich sah dich lächeln -- da erblich
Im Nu des Sapphirs Schein,
Des Aug's lebend'gem Glanze wich
Der stralenvolle Stein.
Wie Wolken oft der Sonne Pracht
In sanfte Farben taucht,
Die selbst des Abends Schattennacht
Vom Himmel nicht verhaucht:
So leiht dein Lächeln reines Glück
Des Herzens trübem Sinn,
Und läßt ihm einen Glanz zurück,
Der leuchtet drüber hin.