Weiss keiner den heimlichen Platz?

E. Fährmann

Wie träumten wir selig, mein Schatz!

Es ruhte der See uns zu Füßen

Und blinkte, als wollt' er uns grüßen --

Weiß Keiner den heimlichen Platz!

Weiß Keiner, wie oft mir dein Mund

Das Wort von den Lippen genommen,

Weiß Keiner, wie Alles gekommen

Im blühenden, schweigenden Grund.

Der Sommer ist 'gangen, mein Schatz!

Das Glück brach der Sturm in Scherben,

Ich such' einen Winkel zum Sterben --

Weiß Keiner den heimlichen Platz.