Verloren

E. Faltis

Seit ich der Unschuld weißes Kleid

Zerriß und von mir warf,

Ich dein und unsrer Kinderzeit

Nicht mehr denken darf.

Nie mehr in Freude oder Schmerz

An meinem Hals du hängst,

Und deine kleine Hand, mein Herz,

Fiel aus meiner längst.

Ach laß, wenn ich gestorben bin,

Die Thränen, die du weinst,

Mir übers Antlig fließen hin,

Weißt du wie voreinst.