Der verrückte Geiger

E. Hess

Ein Geiger sitzt am Strassenrand

Den Hui in's Haar gedrückt.

Er ist bekannt in Stadt und Land;

Der Geiger ist verrückt.

Zerrissen ist sein Kleid,

Durchlöchert ist sein Schuh,

Er schwingt den Bogen nimmer müd

Und singt dazu:

,, Drei Saiten hat die Fiedel mein,

Die beste Saite sprang;

Drei Lieder weiss ich noch allein

Von hundert, die ich sang.

Das erste sagt von Lieb,

Das zweite sagt von Treu,

Das dritte klingt gar wüst und wild

Wie Sturm im Mai.``