Das Lied vom Glück

Humperdinck, Engelbert

Mir tönt ein Lied im Sinn

aus längst vergangnen Tagen;

nimmt mich sein Zauber hin,

verstummen meine Klagen.

Das schönste Wunderland

seh' ich auf's neu erstehen

und dich am Waldesrand

an meiner Seite gehen.

Du singst mir jenes Lied

beim leisen Wipfelrauschen;

ich werde niemals müd,

dem süßen Klang zu lauschen.

Das Lied vergaß ich nie,

wie auch die Zeiten schwinden,

die holde Melodie

lässt mich dich wiederfinden.

Sie wird, mein Trost im Schmerz,

im Weltlärm mich umklingen

und schmeichelnd einst mein Herz

in ewgen Schlummer singen.