Die Lerche

Humperdinck, Engelbert

Lerchelein, lieb und klein,

tirelierst so süß und fein!

Schwingst du dich, singst du dich

jubelnd in den Himmel ein?

War die Nacht auch schwer und bange,

lausch ich deinem Morgensange:

Frisch und hell, wie der Quell

aus der engen Felsenbrust

jauchzt mein Herz mir hoch vor Lust.

Lerchelein, lieb und klein,

willst du meine Botin sein?

Schmettre denn, klettre denn

selig in des Frührots Schein!

Lied gewordne leichte Schwinge,

Lerchelein, so singe, singe!

Trag mein Herz himmelwärts,

dass empor es jauchzend zieht

mit dem ersten Lerchenlied!