Gunhild
E. Kallstenius
O Blütenschnee, sanft fällst du mir
auf meines Gartenweges Sand!
Du fällst! - Ach, Gunhild schied von hier.
Sie träumt an einem fernen Strand.
Sie träumt an einem fernen Strand
von ew'gem Lenz und Sonnenschein.
An eines weißen Engels Hand
in Liliengärten geht sie ein.
In Liliengärten geht sie ein,
und Blüten, die vom Aste wehn,
wie Silber ihr zu Füßen schnei'n.
So hab ich dich zuletzt gesehn.
So hab ich dich zuletzt gesehn -
ich hörte leisen Flügelschlag.
Dein Augenglanz, - ich konnt's verstehn, -
war ferner Schein von ew'gem Tag.