Strom ab! Ich steh' am Rand des Ufers

E. Kauffmann

Stromab! Stromab! Ich steh' am Rand

Des Ufers mit verhaltnem Weinen,

Und eine liebe liebe Hand

Ruht abschiednehmend in der meinen.

Stromab! Stromab! Nun ist's geschehn;

Die Welle rauscht, die Segel wallen.

Ein weißes Tüchlein seh' ich wehn,

Hör' eine Stimme Ruf verhallen.

Stromab! Stromab! Zwei Furchen nur

Verrathen wo das Schiff gezogen;

Schon überspülen ihre Spur

Die fremde theilnahmlosen Wogen.

O letzter Blick! O letzter Blick!

Die heiße Thräne rinnt hernieder;

So ziehet Glück und Jugend fort

Stromab, stromab und kehrt nicht wieder.