Ave Maria

E. Köllner

Es sinkt der Tag; zum letzten Mal

Bescheint die Sonn' noch Feld und Wald,

Die Nebel steigen aus dem Thal.

Ein Glöcklein plötzlich hell erschallt:

Ave Maria!

Und ehern reiht sich Klang an Klang,

Es tönet hier, es tönet dort,

Es schallt den stillen Wald entlang,

Und in den Lüften klingt es fort:

Ave Maria!

Es bricht die Nacht nun langsam ein,

Der erste Stern am Himmel blinkt,

Wie friedlich ruhen Feld und Hain;

Das letzte Glöckchen leis' verklingt:

Ave Maria!