Drüben

E. Kornauth

Drüben überm Berge

Streut sein Licht der fahle Mond,

Dort in ewiger Mondesnacht

Meine tote Jugend wohnt.

Drüben überm Berge

Bei dem Grab der Königin

Geht verhärmt im Geisterschritt

Meine tote Liebe hin.

Drüben überm Berge

Wo die kühlen Tempel sind,

Schluchzt vor meinen toten Göttern

Ein verirrt Gebet im Wind.