Versunkenheit

E. Kornauth

Wie deine Hände kalt und eigen sind

und doch so gütig decken mein Gesicht;

ich küß' sie heimlich, wie ein müdes Kind,

und spüre deiner Lippen Brände nicht:

denn wie in Weihrauch bin ich eingeschmiegt.

O sterben möcht' ich so, mit dem Gefühl:

du bist mir nah' und ich dein Kind, gewiegt

in letzte Dämmerung, verglimmend,.... kühl....

Und wieder einmal möcht' ich auferstehn,

wie eine Flamme deinen heißen Mund

in wilder Demut suchen, voll dein Auge seh'n,

dein Leben trinken, glühend, jung, gesund.