Der innere Scharm
Korngold, Erich Wolfgang
Zweiundvierzig Jahr wirst du heut alt
dir's von jedem Mund entgegenschallt.
Doch wer sich so jung wie du erhällt,
dem wird dadurch das Leben nicht vergällt.
Du bist noch jung und frisch als wie'ne Wanz'n
und möch'st am liebsten Tango tanz'n.
Freilich schwinden deine Reize sehr,
g'ring bist du zum Anschau'n kaum noch mehr.
Abends wenn du dich begibst ins Bett,
da rufen alle: "Gott, o Gott, wie fett."
Refrain
Du weißt, warum du dich nicht drum musst kümmern,
du hast ja diesen Scharm im Innern.
Und dieser innere Scharm:
Dieser innere Scharm, der entschwindet nicht mehr,
liebe Mutter, das kannst du mir glauben.
Und kommt mit der Spritz' auch die Feuerwehr,
so kann sie dir den noch nicht rauben.
Dieser Scharm, der ist angeboren,
der geht dir nicht mehr verloren,
den gibst du niemals her,
dieser Scharm, nein, der schwindet nicht mehr!
Kriegt der Futter auch auf seine Glatz'
eine runterg'haut mit deiner Tatz',
schimpft er uns zwei manchmal auch zusamm',
daß die Mäus' schon Mitleid mit uns ham:
Du bleibst fidel und lustig wie'ne Wanz'n
und möch'st am liebsten Tango tanz'n.
Denn du hast ein glücklich Naturell,
sagst zu allem: "Polip me prdell".
Dieses nun dein glücklich Temp'rament,
ist's das dich mit dem Schicksal stets versöhnt.
Refrain
Du weißt, warum du dich nicht drum musst kümmern,
du hast ja diesen Scharm im Innern.
Und dieser innere Scharm:
Dieser innere Scharm, der entschwindet nicht mehr,
liebe Mutter, das kannst du mir glauben.
Und kommt mit der Spritz' auch die Feuerwehr,
so kann sie dir den noch nicht rauben.
Dieser Scharm, der ist angeboren,
der geht dir nicht mehr verloren,
den gibst du niemals her,
dieser Scharm, nein, der schwindet nicht mehr!
Coda
Du glaubst, daß ich mit Manz telefonierte;
ich blieb zu Haus und komponierte.