Tu ab den Schmerz

Korngold, Erich Wolfgang

Tu ab den Schmerz, entflieh, Verlangen!

Sommer umblüht meiner süßen Schwester Haupt.

Selig die Seele, die ohne Bangen

an den guten, den ewigen Winter glaubt.

Tu auf dein Herz, zieh ein, o Friede!

Schwebende Sonne küßt meiner Schwester Gesicht.

Selig, der mit dem letzten Liede

um die Schläfen des Todes blühende Kränze flicht!