Heimkehr

E. Kunz

Nach der Heimat kehr' ich wieder,

atme ihre süße Lust;

meine Seufzer, meine Lieder,

laut entströmen sie der Brust.

Ach, der Anblick jener Zinnen,

wie er mir die Seele weckt!

Meine Heimat liegt dort drinnen

in dem Tale tief versteckt.

Und da steht die kleine Hütte,

meine Mutter wohnet d'rein;

Gott erhöre meine Bitte:

Glücklich, glücklich lass sie sein!

Freude soll sie heut' erleben,

aus der Fremde kehrt ihr Sohn;

ach, wie meine Pulse beben,

an der Hütte steh' ich schon.

Wag' ich's, jetzo einzudringen

in das schlichte Kämmerlein?

Ach, das Herz will mir zerspringen:

Schluchzen hör' ich's Mütterlein!

Fern von hier mag sie mich wähnen,

denn sie betet für mein Glück.

Mutter, Mutter! Keine Tränen!

Sieh, dein Sohn, er kehrt zurück!