Ich weil' in tiefer Einsamkeit

E. Lassen

Ich weil' in tiefer Einsamkeit,

Wo fern der Lärm der Welt verrauscht,

Wo meinem Lied vergang'ner Zeit

Der träumerische Wald nur lauscht.

Da wird Erinnerung wieder wach

An Bilder, die ich einst geschaut,

Verklung'ne Worte tönen nach

Und werden neu im Herzen laut.

Da nahst auch du und lächelst mild

Und redest Worte wie Gesang;

Ich grüße dich, du lieblich Bild!

Ich grüße dich mit Liederklang.

Und wenn mein Lied zur Ferne dringt,

Und wenn dein Hauch ihm Leben leiht,

O denke mein, der dir es singt

In tiefer stiller Einsamkeit.