Mit Ahnungsschauern, o Natur
E. Lassen
Mit Ahnungsschauern, o Natur,
Hast du den Knaben angezogen,
Wenn ich den Duft von Wald und Flur,
Von Gras und Blumen eingesogen.
Wenn ich das Leben um mich sah,
Wie Keim und Blättchen emsig sprießen:
Geheimnis flüsternd hört ich da
Sich Geisterstimmen liebend grüßen.
Sie locken mich, sie rufen mich,
Sie grüßen mich und sprechen leise;
Die Stimmen schwinden, heben sich,
Und singen eine alte Weise.
Ich ahne eine andre Welt,
Ich neige schüchtern mich zu lauschen...
Du Zauberwesen, das mich hält,
Wir müssen Seel um Seele tauschen!