Der Weg zum Glück

E. Levy

Ist einmal ein Bursch in die weite Welt

Gegangen, gegangen,

Die Vöglein, die saßen am Weg auf dem Busch

Und sangen und sangen.

So grün war der Wald und der Himmel so blau,

So golden die Sonne, so blumig die Au,

Das thät ihm nicht übel behagen.

Der Bursch ist gewandert so weit, so weit,

Voll Hoffen, voll Hoffen,

Und wo er am Wege ein anderes Herz

Getroffen, getroffen,

Da bat er: O zeig' mir den Weg zum Glück!

Und wiesen ihn Alle auch spottend zurück,

Er ward doch nicht müde, zu fragen.

Er ward doch nicht müd', an das Glück, das Glück

Zu glauben, zu glauben,

Konnt Keiner den seligen Wandermuth

Ihm rauben, ihm rauben,

Und wurden die Schritte auch schwer und matt,

Er schleppte sich weiter von Stadt zu Stadt,

Hört' Keiner ihn murren und klagen.

Die Vögel, die haben den ganzen Tag

Gesungen, gesungen,

Ihm ist's in die Ohren wie Glockengeläut

Geklungen, geklungen.

Am Rain an der Straße, da schlummert er ein,

Da haben ihn weinende Engelein

Den Weg zum Glück getragen.