Mis Vaterland
E. Maschek
O könnt' ich mit des Liedes Tön'
usdrücken, Schwyz, wie bist so schön!
Wie herrlich sind die Aue
vom Rhodan bis zum Rhein hinab,
wie wundervoll zu schaue.
Hier ist es Tal, in jedem Hus
luegt Freud' und Glück zum Fenster us,
's glicht g'rad so ime Garte
mit Blueme d'rin, wie nieme sunst
von alle schönen Arte.
Links ist e Fluss, rechts ist e See,
hier ist e Stadt, dert graset's Veh
uf lieblich grüne Weide;
o wie ist doch die Schwyz so schön!
Wie könnt's ei'm da verleide?
Hoch über Wälder, Dorf und Tal
brus't über d'Fluh ne Wasserfall,
me g'hört ihn mächtig tose;
doch stoht gar sinnig um sys Bett
es Schäärli Alperose.
Und mit der ewig wyße Stirn
i d'Wolke luegt die hohe Firn
und glänzt im Strahl der Sonne;
o, jedesmal, wenn ich si g'seh,
erfüllt's mi's Herz mit Wonne.
Und über Berg, Stadt, See und Flur
zieht sich ne sanfte Rosespur
im hochgewölbte Boge;
es ist der Freiheit süßes Band,
womit si d'Schwyz umzoge.
Und übers Schloß und 's niedrig Hus
gießt d'Freiheit ihres Füllhorn us:
Wie herrlich ist ihr Walte!
O Himmelskind, mis Herz wird nie,
nei, nie für dich erkalte!
Ihr liebe Lüt, hend ihr scho meh
das Vaterland des Schwyzers g'seh?
Drum werdet ihr wohl fasse,
warum er so si Heimat liebt
und nie von ihr kann lasse.