Das Zauberlied
E. Meyer-Helmund
Wenn dein ich denk', dann sinn' ich oft
in träumerischem Gang:
weiß nicht, was ich von dir gehofft,
weiß nicht, warum mir bang.
Weiß eines nur, seitdem ich schied,
von deinem Reiz bezwungen:
du hast mit deinem Zauberlied
dich in mein Herz gesungen.
Und immerdar erklingt nun leis',
die Seele mir berückend,
geheimnißvoll die holde Weis',
erinn'rungsvoll beglückend.
Denn seit dem Tag, an dem ich schied,
von ew'ger Lieb' bezwungen:
Hör' ich, ach, nur dein Zauberlied
tief in mein Herz gesungen.