Nach dem Ball

E. Meyer-Helmund

Verklungen sind des Walzers Töne,

doch kann ich nicht nach Hause geh'n.

Ich habe ja, du herrlich Schöne,

zu tief ins Auge dir geseh'n.

Noch kann ich nicht den Schlummer finden,

zu deinem Fenster zieht's mich hin.

Es soll mein Liedlein dir verkünden,

wie ich unendlich gut dir bin.

Als ich mit seligem Entzücken

den Arm um deine Hüfte schlang,

da wollt' ich dir das Händchen drücken,

ich wagt' es nicht, mir war so bang.

Ich wollte dir ein Blümlein pflücken,

auch dazu fehlte mir der Mut;

jetzt soll es jubelnd zu dir dringen:

„Du holdes Kind, ich bin dir gut!”

Schlaf' wohl, du Herrlichste von allen,

schlaf' wohl und denk' im Traume mein,

doch hat mein Liedlein dir gefallen,

so zaud're nicht und lass mich ein!