Wind, du unsichtbarer Wanderer
E. Moór
"Wind, du unsichtbarer Wandrer,
Flüchtig ist dein Gang vom Westen,
Wenn du in die Tannenwipfel
Schreitest aus den Eichenästen;
Wenn du schauerst durch die Blätter,
Wenn du flüsterst mit den Zweigen,
Und, zu lauschen, Halm und Blüte
All die klugen Köpfchen neigen.
All den Blüten, all den Halmen
Lispelst du ein liebes Grüßen
Von den Dolden, von den Glocken,
Die im blauen Walde sprießen.
Wind, du unsichtbarer Wandrer,
Rausche nur durch Busch und Hagen;
Von der Blume, die ich meine,
Hast du mir kein Wort zu sagen."