Rose

E. Sabbath

Rose, du sollst dem Tranke der Rebe

Spenden des Maies duftige Gabe;

Sollst mich schmücken, so lang ich noch lebe,

Sollst mir blühen an meinem Grabe.

Rose, von allen irdischen Dingen

Hab ich dich immer am liebsten besungen;

Und dein Lob von neuem zu singen,

Mahnen mich tausend Erinnerungen.

Aber wann heim von ihren Reisen

Nachtigallen auf deinen Zweigen,

Liebend sich wiegen, Dich loben und preisen,

Rose, so muß dein Sänger schweigen.