Alt Bysum
E. Seuffert
Alt Bysum sank in's Meer hinab,
Die Fluth, die kam und wühlt' ein Grab.
Die Fluth, die kam und spült und spült,
Bis sie die Insel unterwühlt.
Da blieb kein Pfahl, da blieb kein Stein,
Die Fluth zog Alles mit hinein.
Da blieb kein Thier, da blieb kein Hund,
Liegt Alles nun im tiefen Grund.
Und Alles, was da lebt und lacht',
Das deckt die See mit tiefer Nacht.
Mitunter, wenn die Ebbe hohl,
Sieht man die Häuserdächer wohl.
Dann guckt der Kirchthurm aus dem Sand,
Als wie ein Finger von der Hand.
Dann hört man leis' die Gloden klingen,
Dann hört man leis' den Kantor singen.
Dann stöhnt es leise durch die Luft:
„Begrabt den Leib in seine Gruft.”