Hinaus in die Ferne
E. Sperling
Es zieht mich in die Ferne
Den blauen Bergen zu.
Drum rüste ich mich gerne,
Was weinst du, Mutter du?
Laß mich ziehn doch dahin
Wo die Morgenwolken glühn.
Von Flur zu Flur zu eilen,
Von Land zu Land zu gehn,
Wo's gut und schön zu weilen,
Wo's neu und groß zu sehn;
Welche Lust, schwellt die Brust,
Sich des reinen Sinns bewußt.
Und Herzen fern zu finden,
Für Tugend innig warm,
Mit Edlen sich verbinden,
Zu gehn an Freundes-Arm,
Wie das hebt, sanft durchbebt,
Und den Menschensinn belebt!
Bin ich dann weit gegangen,
Hab' Schönes viel erschaut,
Und zieht mich ein Verlangen
Und ruft die Heimat laut:
Siehe, da bin ich ja,
Ihren Fluren wieder nah'.