Allein

E. Steinkühler

So steh' ich wieder an den grünen Wogen

und schaue in die klare Flut hinein

und schau' die Sterne an des Himmels Bogen

und seufze in die Nacht: Allein, allein!

Die Wogen plätschern an dem nahen Strande,

so heimlich rauscht es in dem Blütenhain,

die Vögel kosen an des Sees Rande,

ich breit' die Arme still und steh' allein.

So stand ich oft, so werd' ich ewig stehen,

und was ich einst geliebt und nannte mein,

das sah ich mit dem jungen Tag verwehen,

und wieder stand ich traurig und allein.