Thränen des Glücks

E. Taubert

Über der Felder goldglänzende Wogen

Spannt sich der schimmernde Regenbogen,

Tröpflein funkelnde fallen lind,

Wie in Freuden eint ein Kind.

Hoch des Himmels verheißende Farben --

Segen der Erde, du läßt nicht darben!

Durch sanftweinenden Regenblick

Scheint das helle sonnige Glück. --

Immer nicht quillst du vom Dorn der Schmerzen

Tropfen des Thaues, dem Menschenherzen,

Das, in wonnigem Überfluß,

Doch sein Glück ausweinen muß.