Sturmflut

E. Wolff

Verlangend dehntest du dich aus nach allem,

was dir Natur und Menschenwerk entgegenstellt.

Du presst es an dein schäumend Herz

und reisst es jauchzend mit dir fort

und hälst es fest, bis es erstirbt

in deinem glutdurchströmten Hauch

erbarmungsloser Leidenschaft.

Ich schau dich an so sehnsuchtsmüde.

Ein Schrei entquillt der kranken Brust.

Ich liebe dich! Lass mich vergehen

in deinem heissen Sturmeskuss!