Lied aus Friedrich Kinds ErzählungDer Engel und die Schäferin
E. Zumsteeg
Weine nicht! Weine nicht,
Du mein süßes Leben!
Laß dein Aug' zu jenem Licht
Ungetrübt sich heben!
Schau empor, schau empor
Durch die Nebelhüllen,
Dorthin, wo den Sternenchor
Engel Gottes füllen.
Freundlich lacht durch die Nacht
Mondenlicht am Himmel,
Feiernd ruht bei Sternenpracht
Irdisches Gewimmel.
Rein're Lust hebt die Brust
Über Erdenleiden.
Ihrer Abkunft sich bewußt,
Will die Seele scheiden.